FAQ - häufig gestellte Fragen


Ist Kañamu Pacha „Hortisol“ ein Dünger oder eine Erde?

 

 

Unser „Hortisol“ ist ganz klar eine lebendige Erde voller Nährstoffe, welche es überflüssig macht, zusätzliche Dünger einzusetzen.


Ist die Zugabe von Additiven nötig? Kann ich pflanzenstärkende Additive zusetzen?

 

 

Es ist nicht nötig, unserer Erde Additive zuzusetzen. Alles was die Pflanzen brauchen, ist bereits in dem Substrat vorhanden. Selbstverständlich kann man natürliche Mittel wie Kieselsäure, Komposttees oder Pflanzenjauchen verwenden, aber auch hier empfiehlt sich Zurückhaltung, da die Erde ja schon alles enthält, was die Pflanze benötigt. Außerdem kann eine übermäßige Verwendung von Additiven das mikrobiologische Bodenleben stören bzw. schädigen.


Welches Wasser soll ich verwenden? Ist Osmosewasser nötig?

 

 

Wir empfehlen nach Möglichkeit die Verwendung von Regenwasser, weiches bis mittelhartes Leitungswasser kann auch problemlos verwendet werden. Unser „Hortisol“ kann durch die enthaltenen Huminsäuren und andere organische Verbindungen Kalk sehr gut komplexieren und beugt dadurch einer Verkalkung des Substrats vor. Die Verwendung von Osmosewasser ist auch problemlos möglich, aber nicht unbedingt nötig. Wer allerdings sehr hartes Leitungswasser hat und sowieso eine Osmoseanlage zur Entkalkung betreibt, kann dieses Wasser bedenkenlos einsetzen.  


Kann die Erde schimmeln? Was dann?

 

 

Ja, unsere Erde kann quasi schimmeln und das ist auch gewollt. Da unsere Erde sehr viele natürlich vorkommende Bodenpilze und Mikroorganismen enthält, kann es auch passieren, dass einige diese Pilzmyzele die Oberfläche erreichen und dort Fruchtkörper ausbilden oder organische Bestandteile an der Substratoberfläche zersetzt werden. Dies ist aber in der Regel lediglich ein Indikator dafür, dass das Substrat zu feucht gehalten wurde und eine Überwässerung droht. Als Gegenmaßnahme sollte man mit dem Gießen solange pausieren, bis sich die Oberfläche trocken anfühlt und man in ca. 1 bis 2 cm Tiefe das erdfeuchte Substrat fühlen kann. Außerdem sollte überprüft werden, ob das Pflanzgefäß ausreichend Möglichkeit zur Drainage bietet, um Staunässe am Boden des Gefäßes zu vermeiden.


Was tue ich, wenn ich zu viel gegossen habe?

 

 

Im Grunde genommen, erst einmal nicht mehr gießen. Optimal wäre es, das Substrat soweit abtrocknen zu lassen, bis die Oberfläche trocken ist und in 1 bis 2 cm Tiefe das erdfeuchte Substrat zu fühlen ist. Sollte die Pflanzen allerdings schon Anzeichen einer Überwässerung zeigen, kann man davon ausgehen, dass bereits Faulprozesse eingesetzt haben. Hier empfiehlt es sich, das Substrat einmal vollständig abtrocknen zu lassen. Hierzu müssen die Pflanzen allerdings sehr intensiv beobachtet werden. Sobald die Blätter der Pflanzen schlapp wirken, ist der Punkt für eine moderate Wassergabe erreicht und es sollte vorsichtig wieder mit dem Gießen begonnen werden.     



Muss ich pH- oder EC-Werte checken?

 

 

Nein, es muss kein pH- oder EC-Wert gecheckt werden. Unser Substrat ist vollkommen selbstregulierend. Das heißt, der pH-Wert des Substrats wird immer auf einen optimalen Wert zwischen 6 und 7 gepuffert. Die Messung eines EC-Wertes ist ebenfalls unnötig, da keine gelösten Salze vorhanden sind, die bei zu hoher Konzentration die Pflanzen schädigen (verbrennen) können. Die Nährstoffe liegen in komplexierter, pflanzenverfügbarer Form vor.    


Woran erkenne ich, wie viel ich gießen muss?

 

 

Die Menge der Wassergabe hängt von vielen Faktoren ab. Die wichtigsten sind das Volumen des Pflanzgefäßes, die Größe der Pflanzen sowie Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Generell empfehlen wir beim Gießen, sich der optimalen Wassermenge zu nähern, indem zunächst eher weniger als zu viel gegossen wird, um eventuelle Faulprozesse durch Überwässerung zu vermeiden. Dieses Vorgehen ist recht unproblematisch, da die meisten Pflanzen wesentlich besser mit einer Unterversorgung von Wasser umgehen können als mit Staunässe. Hier wird einfach nur der Wassermangel durch ein schlappes Aussehen angezeigt. Nach dem Gießen sehen die Pflanzen in der Regel nach wenigen Stunden wieder topfit aus. Bitte vergesst nicht: Je größer die Pflanze wird, desto mehr Wasser verdunstet sie und ihr müsst die Wassermenge leicht nach oben korrigieren.    


Kann ich die Erde ein zweites Mal nutzen? Wann muss ich nachdüngen?

 

 

Das kommt auf die Wahl der Pflanzen an. Stark zehrende Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Paprika, Kohl, Kürbis, Melone, Zucchini, Zuckermais oder medizinisches Cannabis sind ausreichend für eine komplette Saison versorgt. Danach kann die Erde entweder kompostiert oder aber noch für Blumen und Küchenkräuter verwendet werden. Mittel bis schwach zehrende Pflanzen wie Erdbeeren, Karotten, Kohlrabi, Mangold, Pastinaken, Erbsen Buschbohnen, Radieschen und fast alle Kräuter können auch zwei Saisons in dem Substrat angebaut werden. Kräuter können in der Regel sogar zwei bis drei Jahre in unserer Erde verbleiben, dann sollte eh umgetopft werden und dabei gleich das Substrat erneuert werden. Eine optimale Ausnutzung des Substrats erreicht man, wenn die Erde im ersten Jahr für Starkzehrer verwendet wird und anschließend in einer weiteren Saison für Schwachzehrer. Danach sollte die Erde nach Möglichkeit kompostiert oder über den Bioabfall entsorgt werden, um ein Recycling zu ermöglichen. Theoretisch ist auch eine Wiederaufdüngung möglich, allerdings kommt es durch die natürlichen Abbauprozesse während der Nutzung zu strukturellen Änderungen im Substrat. Die Stärke dieser Prozesse werden von vielen Faktoren beeinflusst, was eine exakte Wiederherstellung der notwendigen Rohstoffverhältnisse sehr schwierig macht.