Hortisol - Teil 2

Nach dem Fehlstart, mit dem wir den ersten Teil beendet haben, ging es natürlich trotz allem weiter. Die Ursachen wurde behoben und das Verfahren angepasst. Aber auch an anderer Stelle ging es voran. Die erste Werbung im Grow!Magazin, Interview, neue Kontakte und neue Kunden. Das erste Mal auf der Mary Jane Berlin 2018 und den direkten Kontakt zu den Kunden und der Branche. Es war der Ultra heiße Sommer und wir haben in der Halle gekocht, dennoch war es eine unglaubliche Erfahrung. Das diverse Publikum in Berlin ist unerreicht. Ich freue mich darauf, wenn wir wieder die erste Messe nach/mit Corona erleben werden. Auch die Cultiva bei Wien war unser Ziel. Ein sehr guter Freund ist glücklicherweise eingesprungen, da ich sonst hätte alleine fahren müssen. Die Location der Cultiva ist nur cool, eine riesige gläserne Pyramide voller Grünpflanzen und verschiedener Ebenen. Kurz gesagt hatten wir viele aufregende erste Male…

 

Wer neue Wege geht wird auf neue Herausforderungen stoßen. Natürlich erging es auch uns nicht anders und Ende 2018 trat ein unangenehmer Gegner in unser Leben. Ein, zwei Shops berichteten und beklagten ein Problem mit unserer Erde, wenn Sie bei ihnen im Shop liegt.

Trauermücken! Kleine schwarze Fliegen, die ihre Eier in der Erde ablegen und deren Larven sich von organischem Material ernähren. Leider bietet unser Substrat beste Voraussetzungen und wenn sich dann einige Fliegen in deinem Growbereich tummeln, dann freust Du dich als Händler nicht gerade.

Wir mussten als Paletten tauschen und uns die Herausforderung annehmen, dieses Problem aus der Welt zu schaffen. Unser Substrat wird natürlich nicht sterilisiert. Der Kompostierprozess erreicht Temperaturen bis zu 70°C und tötet ungebetene Gäste ab, danach ist er allerdings wieder besiedelbar.

Ich möchte kurz einwerfen, dass im Vergleich zu Torfsubstraten, die Larven nicht anfangen die Wurzeln der Pflanzen zu fressen, da sich einfach viel zu viel organisches und fressbares Material bereits im Substrat befindet. Also seid beruhigt, eure Lieblingspflanzen sind sicher, auch wenn Ihr es mal mit Trauermücken zu tun habt. Das richtiges Biogärtnern auch etwas anderes ist, als mit Torf und Flüssigdünger zu arbeiten, darauf gehe ich an anderer Stelle nochmal ein.

Zurück zum Problemchen und ich muss sagen, dass es mir richtig Bauchweh beschert hat und ich wirklich Sorge hatte. Als Gärtner hat man viele Möglichkeiten gegen Trauermücken vorzugehen. Angefangen mit einer Sperrschicht aus Sand, Bakterien, Nützlinge oder ganz einfach nur Gelbtafeln. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir eine gute Lösung gefunden hatten. Heute nutzen wir spezielle Nematoden, die im richtigen Zeitpunkt dazu gegeben werden und alle Larven der Trauermücke abtöten.

Wir haben die Gelegenheit auch direkt genutzt noch einmal ein paar Kleinigkeiten am Hortisol zu verbessern und sind auf das Feedback unserer Kunden eingegangen.

 

Im dritten uns letzten Teil der Hortisol Serie, erfahrt Ihr alles über die Änderungen und den jetzigen Stand. Darüber noch wie es uns in Corona-Zeiten so geht und wo die Reise weiter hingehen soll.

Vielen Dank fürs reinlesen.

 

Bis zur nächsten Ausgabe!

 

 

Tschüssi, Daniel